Wer sind wir?

Die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO Austria) ist die zentrale Anlaufstelle für Anfragen bezüglich gynäkologischer Studien in Österreich.
Die Betreuung aller klinischen Studien der AGO Austria, von der Studienvorbereitung bis zum Abschluss der Studie, erfolgt an drei Standorten, den AGO Studienzentralen. Über diese werden alle nationalen und internationalen gynäkologisch-onkologischen Studien abgewickelt.

  • Die Studienzentrale Innsbruck an der Univ.-Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe besteht bereits seit 2001.
  • Die Studienzentrale Wien an der Univ.-Klinik für Frauenheilkunde, Klinische Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie besteht seit 2025.
  • Die Studienzentrale Graz an der Univ.-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist als dritter Standort geplant und derzeit noch nicht aktiv.

Studienzentrale mit 3 Standorten

Studienzentrale Innsbruck

Left to right: Fernanda Lasch, Gregor Potzel, Julia Unterthurner, Sara Doguelli, Regina Berger, Christian Marth, Daniela Trippel, Alicia Bender, Doris Stauder, Kristin Roos

Studienzentrale Wien

Left to right: Magdalena Cetnarowska, Daniela Dittrich, Mateja Lasič, Silvia Hufnagl, Nicole Concin, Stephan Polterauer, Maximilian Rössler, Kristina Csondor, Aleksandr Godunov, Ingeborg Hirsch, Thomas Bartl, Marion Nani, Christoph Grimm (not pictured)

Studienzentrale Graz

Left to right Taja Bracic, Nicole Schreiner, Vicky Kolovetsiou-Kreiner, Karl Tamussiono, Angelika Boandl, Gerda Trutnovsky, Birgit Wunsch, Hermann Fuchs

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Festlegung und Aufgaben der koordinierenden Studienzentrale

Im Rahmen des AGO Executive Boards wird die für in Österreich verantwortliche, koordinierende Studienzentrale festgelegt.

Diese koordinierende Studienzentrale übernimmt gegebenenfalls auch die im Arzneimittelgesetz definierten Sponsorpflichten und ermöglicht so auch kleineren Zentren die Teilnahme an klinischen Studien der pharmazeutischen Industrie sowie die Durchführung von akademischen Studien (Investigator-initiated Trials).

Inzwischen haben sich österreichweit 37 Zentren zu einer Mitarbeit an den klinischen Studien der AGO Austria entschlossen.

Internationale Vernetzung und globale Forschungskooperation

Die Eingliederung der AGO Austria in die internationalen Netzwerke GCIG (Gynecologic Cancer InterGroup) und ENGOT (European Network of Gynaecological Oncological Trial group) zählt wohl zu jenen Errungenschaften, die es ermöglicht haben, dass die AGO Austria ein wichtiger Partner in der globalen Studienlandschaft geworden ist. Gemeinsam mit den internationalen Studiengruppen können wir heute zahlreiche Projekte verwirklichen, die als nationale Gruppe allein nicht möglich gewesen wären. Die Zusammenarbeit mit anderen Studiengruppen führte zu einem regen Austausch von Wissen und Know-how auf der Ebene der Medizinwissenschaft und auch der Studienkoordination bzw. des Studienmanagements.

Anforderungen und Rahmenbedingungen klinischer Studien

Die Bedeutung von klinischen Studien für eine qualitativ hochwertige Weiterentwicklung der medizinischen Fachgebiete ist allgemein anerkannt. Allerdings sind die Anforderungen an alle Studienbeteiligten durch den immer größer werdenden administrativen Aufwand gestiegen. Denn die einheitliche, GCP-konforme Durchführung auch akademischer klinischer Studien steht immer mehr im Vordergrund.

Wissenschaftliche Vertretung und fachliche Zusammenarbeit

Die AGO Austria vertritt die Mitglieder der Studiengruppe bei wissenschaftlichen Tagungen und bei internationalen Meetings. In Zusammenarbeit mit anderen onkologischen Arbeitsgruppen soll die Erforschung von Krebserkrankungen in Bezug auf Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge vorangetrieben werden.

Ziele der AGO Studienzentralen

Vorrangiges Ziel der AGO Studienzentralen ist es, Patientinnen den Zugang zu potenziell lebensrettenden und innovativen Therapien zu ermöglichen. Aufbauend darauf möchten wir gemeinsam mit den Prüfärztinnen die Anzahl der verfügbaren Studien in Österreich erhöhen und die internationale Präsenz der AGO Austria weiter ausbauen. So gewährleisten wir, dass Studien effizient organisiert, hochwertig durchgeführt und ihre Ergebnisse zeitnah in die klinische Praxis einfließen.

Vorteile für Patientinnen durch Studienteilnahme

Den Patientinnen wird durch die Studienteilnahme der Zugang zu modernsten Krebstherapien ermöglicht. Gleichzeitig leisten sie dabei einen Beitrag zur Erforschung besserer Therapieoptionen.

Wie unterstützt die koordinierende AGO Studienzentrale einzelne Zentren bei der Studiendurchführung?

Korrespondenz:
Die koordinierende Studienzentrale übernimmt für die Zentren die Korrespondenz mit

  • Ethikkommissionen
  • Behörden
  • Krankenhausträgern

Verhandlungen:
Bei internationalen Studien verhandelt die koordinierende Studienzentrale über die Abwicklung der Studie und die finanziellen Aspekte mit

  • Firmen
  • Studiengruppen u.a.

Beratung und Hilfestellung:
Durch die laufenden Schulungen der MitarbeiterInnen der AGO Studienzentralen können wir auch

  • bei Fragen während der Durchführung einer Studie behilflich sein
  • die einzelnen Zentren durch Beratung und Hilfestellung bei geplanten Studien unterstützen

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

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Wie unterstützt die koordinierende AGO Studienzentrale Sponsoren bei der Studiendurchführung?

Akademia
Die koordinierende Studienzentrale unterstützt bei:

  • der Ausarbeitung aller studienspezifischen Dokumente wie Protokolle, Aufklärungsbögen und/oder SOPs (Standard Operating Procedures)
  • der Auswahl der Zentren
  • der Antragstellung an die Ethikkommissionen und Meldung an die Behörde
  • der Kommunikation mit den PrüfärztInnen der jeweiligen Prüfzentren.
    Industrie

Die koordinierende Studienzentrale hilft auch hier bei:

  • der Auswahl der Zentren
  • der Antragstellung an die Ethikkommissionen und Meldung an die Behörden
  • der Kommunikation mit den PrüfärztInnen der jeweiligen Prüfzentren
  • Fragen oder Problemen, die österreichische Zentren oder Studien betreffen
  • Updates über den Stand der Studien in Österreich den Sponsoren sowie den PrüfärztInnen zu geben.

Wie werden die AGO Studienzentralen finanziert?

Die Studienzentralen werden hauptsächlich über Studien, die von Pharmabetrieben/der Industrie gesponsert werden, finanziert.

Anträge zur finanziellen Unterstützung werden aber auch bei den Bundesbehörden und sonstigen Fördergebern gestellt.

Die AGO Austria ist nicht gewinnbeteiligt. Die Einnahmen werden hauptsächlich für Personal (inkl. Study Nurses), Versicherungen, Monitoring, behördliche Gebühren, Datenmanagement und diverse Verbrauchsmittel verwendet.

Wie wird meine Studie eine AGO Studie?

Ein Anschreiben mit einer kurzen Vorstellung der Studie wird an die AGO Studienzentralen gerichtet. Intern werden die Unterlagen und damit auch die Studie überprüft und bei der nächsten Sitzung des Wissenschaftlichen Ausschusses der AGO (WAAGO) vorgestellt. In dieser Sitzung wird abgestimmt, ob die Studie als AGO-Studie durchgeführt wird, oder nicht.

Erfolgt eine Zustimmung, wird den AGO-Zentren die Möglichkeit gegeben, an der Studie teilzunehmen.

Wie wird mein Zentrum / meine Praxis ein AGO-Zentrum?

Durch die Teilnahme an einer AGO-Studie kann sich ein Zentrum zu einem AGO-Zentrum qualifizieren.

Voraussetzungen für die Teilnahme an klinischen Studien:

  • Wissenschaftliche Qualifikation des Principal Investigators (lt. AMG)
  • Prüfarzt- bzw. GCP-Kurs
  • Technische und organisatorische Voraussetzungen im jeweiligen Haus gegeben (materielle und personelle Ressourcen)
  • Zustimmung des Präsidenten der AGO Austria
  • Prüfervertrag zwischen AGO Austria und Principal Investigator (PI)

Pflichten der TeilnehmerInnen

  • Regelmäßige Sitzungen / AGO-Treffen vierteljährlich
  • Gesicherte Kommunikation (E-Mail) mit dem Zentrum (PI und SI)
    • Zustimmungserklärungen zu einzelnen Studien (Prüfarztverträge AGO Austria) vom PI müssen vorliegen
    • Durchführung der Studie nach Studienprotokoll und ICH-GCP-Richtlinien

Überprüfungen des Zentrums durch die koordinierende AGO Studienzentrale möglich bei Nichteinhalten von

  • vereinbarten Rekrutierungszahlen
  • Einschließen von Patienten, die die Einschlusskriterien nicht erfüllen
  • bei mangelnder (Daten-)Qualität

Die Ideologie der AGO Austria ist es, durch den größtmöglichen Support der koordinierenden Studienzentrale auch kleineren Zentren die Möglichkeit zu geben, innovative Therapien durchzuführen.

 

Aktuelle Studien

Die Teilnahme an Therapiestudien wird von nationalen und internationalen Gruppen empfohlen. Derzeit werden in Österreich eine Reihe hochwertiger Studien zur Behandlung von Frauen mit Beckentumoren angeboten.

Kontakt

AGO Studienzentrale Wien
Universitätsklinik für Frauenheilkunde
Klinische Abteilung für Allgemeine Gynäkologie
und Gynäkologische Onkologie
Währinger Gürtel 18-20
A-1090 Wien
Tel: +43 (0)1 40400 24050
E-Mail: silvia.hufnagl@meduniwien.ac.at

AGO Studienzentrale Innsbruck
Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Anichstraße 35
A – 6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 512 504 22345
E-Mail: ago.studienzentrale@i-med.ac.at